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09.09.2016

CDU-Fraktion: Bürger können Einwände gegen die Deponie einreichen

„Die Stadt Ratingen wird auf ihrer Homepage den Bürgern Möglichkeiten aufzeigen, wie sie ganz konkret Einspruch gegen eine weitere Deponie in Ratingen Breitscheid erheben können.“ Damit schloss Jörg Maaßhoff, CDU-Fraktionsvorstandsmitglied, die von der CDU-Fraktion initiierte Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag. „Es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Nur so können wir uns gemeinsam gegen eine weitere Deponie wehren.“

Viele Probleme und Hintergründe dazu wurden an diesem Abend von den Fachreferenten Georg Görtz, Planungsamtsleiter des Kreis Mettmann, Martin Gentzsch, zuständiger Dezernent der Stadt Ratingen, Reinhard Engemann, Leiter des Umweltamtes im Kreis Mettmann, Manfred Kessel, Kommunale Dienste, Jörg Maaßhoff, zuständiges CDU-Ratsmitglied, und Ewald Vielhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender, engagiert vorgetragen. Dabei kamen nicht nur die Nähe der von der Bezirksregierung geplanten neuen Deponie zur vorhandenen Wohnbebauung zur Sprache, sondern auch die Risiken für das Grundwasser, rechtliche Bedenken, Aspekte des Natur- und Artenschutzes und den Eingriff in ein wertvolles Biotop. „Schließlich ist hier in mehr als 25 Jahren ökologische sehr hochwertige Flora und Fauna entstanden“, so Martin Gentzsch. „Wer dieses Gebiet besucht, wird hier nicht einmal einen Mülleimer aufstellen wollen.“

Die Bürger argumentierten engagiert und erfragten die Aktivitäten der Verwaltung; die für die Überwachung verantwortliche Bezirksregierung solle das Abfahren des Sickerwassers und die Funktionstüchtigkeit der Pumpen auf dem Gelände der bereits vorhandenen und abzuwickelnden Deponie II sicherstellen. Tatsächlich sei die ehemalige aktive Deponie immer noch nicht fertig saniert und undicht. Dezernent Gentzsch sagte zu, sich nach der Anfang des Jahres bereits schon erfolgten Abfrage und erhaltener Antwort nochmals unverzüglich mit der für die Sanierung verantwortlichen Bezirksregierung in Verbindung zu setzen um sie an ihre Verpflichtungen zu erinnern.

„Immerhin haben wir im Regionalrat erreicht, dass es zwischen Stadt- und Kreisverwaltung und Bezirksregierung ein gemeinsames Erörterungsverfahren geben soll“, erklärte Ewald Vielhaus, der auch Mitglied im Regionalrat ist. Hier könnte auch geklärt werden, warum die Bezirksregierung das Gutachten des Unternehmens Prognos, das von der Stadt Ratingen und dem Kreis Mettmann als Untere Abfallbehörde in Auftrag gegeben wurde, nicht anerkennt. Darin wurde unter anderem ganz klar betont, dass ein Bedarf an einer weiteren Deponie in Ratingen bis 2032 nicht bestehe. In dem Erörterungsverfahren werden auch die Argumente der Bürger berücksichtigt.

„Wir wollen, dass zügig gehandelt wird, damit auch für die Probleme der bestehenden Deponie eine Lösung gefunden wird“, so Jörg Maaßhoff.

Grundsätzlich gibt es aber nun für alle Bürger die Möglichkeit, Einwände gegen eine weitere Deponie zu erheben. Die weiteren Informationen dazu finden Sie hier: www.stadt-ratingen.de